Bikini Beach
Gefrässige Raupen und wunderschöne Schmetterlinge. Zuckerbrot und Peitsche. Fuzzige Riffs und zuckersüße Melodien. Bikini Beach setzen auf ihrem neuen Album auf Kontraste. „Cursed“ ist schon Album Nummer sieben der Grenzgänger vom Bodensee. Sänger und Gitarrist Nils Hagstrom und Bassistin Charlotte Love wohnen in Konstanz, Schlagzeuger Flip kommt aus der nahen Schweiz.
2025 klingen Bikini Beach düsterer als bisher. Kein Wunder, bei all dem Scheiß um uns herum. In den Texten geht es um sehr persönliche Probleme oder die Wut auf die Gesamtsituation. Der Planet geht vor die Hunde, Nazis und Populisten feiern Wahlsiege und in der Nachbarschaft fliegen Bomben und Marschflugkörper. „Uns ist
bewusst, dass wir zwar einerseits in einer super privilegierten Gesellschaft leben, aber gleichzeitig wird man teilweise einfach nur fassungslos über aktuelle Geschehnisse“, so die Band.
Trotzdem ist da diese wundervolle Musik. Bikini Beach nehmen uns an die Hand und ziehen uns in den hintersten Winkel des Kaninchenbaus. Da wo die Karotten blau sind, der Boden leuchtet und die Löwenzahnblätter nach Marzipan schmecken. Herrlicher schrammeliger Lo-Fi Sound, gepflegte Slacker Attitude. Mit einer Prise Surf und Psychedelic. Bester
Sixties-Garagen-Sound wie aus der Hitschmiede von Fuzztones oder Miracle Workers.
May The Fuzz Be With You